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KONFIRMATION und TAUFE 2009 in Bangkok
Die diesjährige Konfirmation der evangelischen
deutschsprachigen Gemeinde und die Taufe des kleinen
Felix fanden am 17. Mai im neuen
Gemeindehaus in Bangkok statt. Die Feierstunde wurde
mitgestaltet von einer Jugendband und dem Chor der
Deutsch-sprachigen Schule in Bangkok.
Die Konfirmanden bezeugten vor der Gemeinde die
Hauptstücke des christlichen Glaubens, und sie
konnten einen großen Teil der Bergpredigt Jesu
("Die Programmrede seiner Regierungserklärung")
auswendig sagen und beeindruckten damit die Zuhörer
sehr.
Pfarrer Bartel
nahm die Worte Jesu aus Matthäus 11 als Leitfaden
für die
Konfirmationspredigt:
"Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und
beladen seid; ich will euch erquicken.
Ihr plagt euch mit den Geboten, die die
Gesetzeslehrer euch auferlegt haben. Kommt alle zu
mir; ich will euch die Last abnehmen!
Ich quäle euch nicht und sehe auf niemand herab.
Stellt euch unter meine Leitung und lernt bei mir;
dann findet euer Leben Erfüllung.
Was ich anordne, ist gut für euch, und was ich euch
zu tragen gebe, ist keine Last."
Einen voll bepackten Rucksack stellte Pfarrer Bartel
vor die erstaunten Zuhörer und lud jeden einzelnen
ein, darüber nachzudenken, was er so alles für eine
lange Reise einpacken würde, zum Beispiel wenn
jemand auf die berühmte einsame Insel fahren würde.
Oft packten Reisende ja auch sehr viel Unnötiges ein
und schleppten so zu viele Lasten mit sich.
"Das berühmte Wort von Jesus hat viele beladene
Menschen auf ihn aufmerksam gemacht: Kranke und
Behinderte, Menschen, die ausgestoßen waren und am
Rand der Gesellschaft standen, aber auch reiche und
angesehene Leute, die sich für Gott und sein Wort
blockiert fühlten." Pfarrer Bartel plädierte, als
gutes Reisegepäck die Bibel mitzunehmen, die gute Nachricht
für jeden Tag. Sie lag dann auch gleich oben auf im
Rucksack. Später wurde aber auch ein großes rotes
Herz ausgepackt.
"Gottes Wort spricht uns alle an: diejenigen,
die selbst schwer tragen müssen, und diejenigen,
deren Rücken frei und stark ist. Vor Gott können
wir unsere unnötigen Lasten ablegen und unser Herz
ausschütten. Wir werden aber immer wieder auch
beauftragt, Lasten anderer zu tragen. Durch das
Evangelium werden wir ermutigt zu einem
Leben der Liebe zum Nächsten. So finden wir Ruhe und
können das Notwendige heute tun, ganz entspannt im
Hier und Jetzt. Mehr und Besseres kann niemand in
seinem Leben finden, denn wer Ruhe findet für seine
Seele, der hat alles, was er braucht in diesem
Leben."
Am Ende des Gottesdienstes feierte
die große Festgemeinde das
Abendmahl, indem alle einen großen Kreis bildeten,
sich die Hände reichten und sich gegenseitig den
Segen Gottes zusprachen.
Im Anschluss an den Gottesdienst luden die
Konfirmandeneltern alle Besucher zu einem
Stehempfang ein. So blieb man gern noch lange
zusammen und hatte sich viel zu erzählen.
Konfirmationsfrage:
Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,
ihr seid auf den Namen des dreieinigen Gottes
getauft worden.
Auf der Suche nach euch selbst habt ihr euch mit dem
christlichen Glauben auseinandergesetzt.
Für euch wollt ihr den Weg des Lebens entdecken.
Ihr werdet nun selbst bestimmen, welchen Weg ihr
geht,
und so eure eigenen Entscheidungen in der Kirche
treffen.
Ihr habt von Gottes Liebe zu den Menschen gehört.
Ihr habt von den Aufgaben gehört, die die Kirche
heute wahrnimmt.
Wir haben darüber nachgedacht, wie sich Christen für
Nächstenliebe und Gerechtigkeit einsetzen.
So frage ich euch:
Wollt ihr im Vertrauen auf die Liebe Gottes euren
Weg als Christen gehen?
Wollt ihr im Glauben annehmen, was Gott euch in der
Taufe geschenkt hat?
Wollt ihr der Hoffnung mehr zutrauen als dem
Zweifel, dem Mut mehr als der Angst?
Wollt ihr euch im Sinne der Nächstenliebe Jesu für
andere einsetzen und euren Beitrag zu Frieden,
Gerechtigkeit und Bewahrung der Welt leisten? Wenn
das eure Absicht ist und euer Wunsch, dann
antwortet: Ja, und Gott helfe mir.
Und ich frage Sie, liebe Gemeinde, liebe Eltern und
Paten, die ihr heute Zeugen dieser Konfirmation
seid: Wollen Sie diese jungen Menschen mitnehmen auf
diesem Weg der Liebe Gottes und sich mit ihnen
zusammen einsetzen für Frieden und Gerechtigkeit,
wollen Sie mit ihnen in die Fußspuren Jesu treten?
So antworten Sie: Ja, mit Gottes Hilfe.
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