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KONFIRMATION 2008 in Bangkok
Die Konfirmationsfeier am 18. Mai begann mit dem
feierlichen Einzug der Konfirmanden ins Gemeindehaus
in Bangkok. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden
waren nach dem 9-monatigen Glaubenskurs bestens
gerüstet für ihre Konfirmation. Mit Überzeugung
sagten sie nun selbst Ja zu ihrer Taufe und damit
zur Nachfolge Christi und zur Mitgliedschaft in der
evangelischen Gemeinde.
Pfarrer Burkhard Bartel betonte in seiner Predigt
über Psalm 139, dass die Konfirmation nicht der
Abschluss eines Weges ist, sondern richtig
verstanden der gute Anfang eines Christen auf dem
Weg in seine Gemeinde. Jetzt ginge es erst richtig
los, denn jetzt sind die Konfirmandinnen und
Konfirmanden erwachsen und frei in ihren religiösen
Entscheidungen.
Zu Beginn seiner Predigt zeigte Pfarrer Bartel ein
Plakat mit vier Rechenaufgaben, von denen eine
falsch war. "Drei richtig, eine falsch. Nicht nur
Jugendliche, auch wir Erwachsenen haben meist diesen
Blickwinkel auf uns selbst: Wir sehen an uns nicht
unsere Fähigkeiten, sondern unsere Schwachstellen.
Wir sehen nicht unsere Vorzüge, sondern schauen auf
unsere Fehler. Wir sehen viel schneller das Falsche
als das Richtige und betonen es auch noch viel
stärker. Kann aber so das Leben gelingen?
In Psalm 139 hingegen betet einer: "Gott, ich danke
dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin." Sätze
wie diese ändern unsere Blickweise und machen uns
wieder sensibel dafür, was es alles Wunderbares gibt
an uns und unseren Mitmenschen und an der Natur. Das
ist einer der wichtigsten Sätze, die es gibt. Unter
diesem Blick sieht die Welt ganz anders aus!
Wenn wir diese Haltung der Dankbarkeit entwickeln
für das Wunder des Lebens, für das Wunder, dass es
uns gibt, für das Wunder-bare, dass wir so sind, wie
wir sind: Einmalig und unverwechselbar, dann sehen
wir die Welt noch einmal in ganz neuen Farben. Dann
haben wir ein gutes Rüstzeug für ein erfülltes und
glückliches Leben.
Der Gott der Liebe will, dass ihr da seid und dass
ihr Glück habt in Fülle. Der Gott der Liebe
begleitet euch gerade so auf allen euren Wegen. Der
Gott der Liebe sei euch Schutz und Schild auf allen
euren Wegen."
Konfirmationsfrage:
Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,
ihr seid auf den Namen des dreieinigen Gottes
getauft worden.
Auf der Suche nach euch selbst habt ihr euch mit dem
christlichen Glauben auseinandergesetzt.
Für euch wollt ihr den Weg des Lebens entdecken.
Ihr werdet nun selbst bestimmen, welchen Weg ihr
geht,
und so eure eigenen Entscheidungen in der Kirche
treffen.
Ihr habt von Gottes Liebe zu den Menschen gehört.
Ihr habt von den Aufgaben gehört, die die Kirche
heute wahrnimmt.
Wir haben darüber nachgedacht, wie sich Christen für
Nächstenliebe und Gerechtigkeit einsetzen.
So frage ich euch:
Wollt ihr im Vertrauen auf die Liebe Gottes euren
Weg als Christen gehen?
Wollt ihr im Glauben annehmen, was Gott euch in der
Taufe geschenkt hat?
Wollt ihr der Hoffnung mehr zutrauen als dem
Zweifel, dem Mut mehr als der Angst?
Wollt ihr euch im Sinne der Nächstenliebe Jesu für
andere einsetzen und euren Beitrag zu Frieden,
Gerechtigkeit und Bewahrung der Welt leisten? Wenn
das eure Absicht ist und euer Wunsch, dann
antwortet: Ja, und Gott helfe mir.
Und ich frage Sie, liebe Gemeinde, liebe Eltern und
Paten, die ihr heute Zeugen dieser Konfirmation
seid: Wollen Sie diese jungen Menschen mitnehmen auf
diesem Weg der Liebe Gottes und sich mit ihnen
zusammen einsetzen für Frieden und Gerechtigkeit,
wollen Sie mit ihnen in die Fußspuren Jesu treten?
So antworten Sie: Ja, mit Gottes Hilfe.
Nach dem Gottesdienst und den Glückwünschen blieb
man noch lange im Pfarrgarten zusammen bei Sekt und
Orangensaft, und die Familien trafen sich dann
schließlich noch zum gemeinsamen Mittagessen in
einem Hotel am Chao Phraya.
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