Leben ist
Veränderung und Werden
Das erleben wir, die evangelische Gemeinde in Thailand,
zur Zeit stark. Wir sind in einer Übergangsphase. Das
Pfarrerpaar ist verabschiedet, der neue Pfarrer noch nicht da.
Aber am 15. August, 11:00 Uhr, feiern wir
im Gemeindehaus Bangkok wieder Gottesdienst!
Sie dürfen sich in dieser Zwischen-Zeit gerne auch an uns
Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte wenden. Nach
unseren Kräften sind wir für Sie da!
Anandi Bessai, Vorsitzende: anandi.bessai(at)web.de
Karlfried Metzler, stv. Vorsitzender: ij-km(at)web.de
Katja Niemann: thonie2010(at)yahoo.de
Andreas Seitz: andreasseitz65(at)gmx.de
Jennifer Wilson: jencollier(at)yahoo.com
Günther Nadolny: guenthernadolny(at)hotmail.com
Die Gemeinde-Mail-Adresse haben wir geändert:
ev.kirche.th(at)gmail.com (neu!)
Am 17.
Januar feierten wir unser 50-jähriges Jubiläum mit einem
Festgottesdienst und einem großen Fest. Es war ein wunderbarer
Tag! Wie hat das alles angefangen? Hier finden Sie
mehr ...
Vor 25 Jahren starb Heinrich Böll
Poet, Radikaldemokrat, Christ ohne Kirche
Als er mit 33 Jahren den literarischen Durchbruch
schaffte und 1951 den Preis der "Gruppe 47" überreicht bekam,
1000 DM in großen Scheinen, flüsterte er einem Kollegen atemlos
zu: "Ich muss sofort zur Post laufen und das Geld überweisen!
Meine Kinder hungern und schlafen im Kohlenkasten."
Heinrich Böll hat die schlimmen Nachkriegsjahre
nie vergessen und auch nicht seine grauenvollen Erlebnisse auf
den Schlachtfeldern, die er unbarmherzig realistisch schilderte,
die Schuldigen beim Namen nennend. Mitgefühl mit den Wehrlosen,
gesellschaftliche Ver-antwortung der Literatur, Sehnsucht nach
Gerechtigkeit und eine erfinderische Phantasie, wenn es um die
nötigen Veränderungen ging – das blieben seine Themen. Böll war
ein vornehmer, kämpferischer Intellektueller, den jeder
verstehen konnte, ein Radikaldemokrat aus Sorge um kostbare
Werte.
Während des Kalten Krieges hielt er intensive
Kontakte
zu Literaten des Ostblocks. Dem Dissidenten Alexander
Solschenizyn gab er Asyl in seinem Haus im Eifeldorf
Langenbroich. Als er mahnte, auch mit der Baader-Meinhof-Bande
nach den Regeln des Rechtsstaats umzugehen, rückte man ihn in
die geistige Nähe von Terroristen. Die Verleihung des
Literaturnobelpreises konnte vor dem Hintergrund solcher
Hysterie durchaus
als Geste der Solidarität mit dem von
Morddrohungen verfolgten Autor verstanden werden.
Aus der katholischen Kirche waren er und seine
Frau Annemarie bereits 1976 ausgetreten, nicht aber aus der
Gemeinschaft der an Jesus Glaubenden. Er warf seiner Kirche vor,
blind eine bestimmte politische Fraktion zu unterstützen, keinen
Widerstand gegen die Hochrüstung zu leisten, wiederverheirateten
Geschiedenen die Kommunion zu verweigern. In seinen Erzählungen
und Romanen ("Das Brot der frühen Jahre", "Ansichten eines
Clowns", "Gruppenbild mit Dame") kämpfte er mit Sarkasmus gegen
Heuchelei. Am 16. Juli 1985 starb Heinrich Böll. An seinem Grab
spielten Sinti und Roma melancholische Lieder. Christian
Feldmann
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Unsere Glocke im tropischen Regen


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